Normalerweise scheidet der Körper das Zink, das er nicht benötigt, aus. Eine Über- dosierung ist nur zu befürchten, wenn die 10fache Menge, also mindestens 150 Milli- gramm am Tag, zugeführt wird. In diesem Fall muss mit Übelkeit, Erbrechen, Durch- fällen und Leibschmerzen gerechnet werden.
Zink zählt, laut DGE, allerdings zu den so genannten "kritischen" Wirkstoffen, d.h. weltweit und auch besonders in den Industrienationen besteht eine Unterversorgung, von der mindestens ein Drittel der Bevölkerung betroffen ist. Besonders Angehörige der Risikogruppen, allen voran Kinder und ältere Menschen, leiden häufig an den Folgen von Zinkmangel.
Neben gesundheitlichen Einschränkungen und Überanstrengung sind die Ernährungs- gewohnheiten die Hauptursache für Mangelerscheinungen. Durch Fastfood und Fertiggerichte kann es, aufgrund der industriellen Aufarbeitung der Nahrungsmittel, leicht zu einem Zinkmangel kommen. Auch einseitige Ernährung durch freiwillige und krankheitsbedingte Diäten oder eine vegane Lebensweise verursachen oft eine Unterversorgung mit dem lebenswichtigen Spurenelement.
Die
Nährstoffverarmung von landwirtschaftlich ge- nutzten Böden betrifft
auch das Mineral Zink. Pflanzen, die unterversorgt sind, bleiben kleinwüchsig
und kön- nen den Mikronährstoff nicht im erwarteten Maße
weitergeben. Der Zinkgehalt
im Getreide hängt von dessen Ausmahlungsgrad ab, da sich das Spurenele-
ment hauptsächlich in seinen Randschichten befindet. Als vegetarische
Zinkquelle sind deshalb vor allem Vollkornprodukte geeignet. Doch sie enthalten
gleich- zeitig Phytate, die die Aufnahme des Minerals im Darm behindern.
Wenn ein Zinkmangel diagnostiziert wird, kann er meist nur durch eine gezielte
Subsitution behoben werden. Dabei sollte man auf die Zusammensetzung
der Präparate achten und Zink-Arzneimittel gegenüber zinkhaltigen
Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Drogeriemarkt oder Supermarkt bevorzugen.
Die genaue Angabe der Dosis ist ebenso wichtig wie die Kombination der Inhaltsstoffe.
Um vom Körper genutzt zu werden, muss das Zink ziel- gerecht transportiert
werden. Brausetabletten z.B. enthalten in der Regel anorga- nische Salze,
die als Carrier- oder Transportstoffe wenig effektiv sind. Besser sind Zink-
verbindungen mit organischen Bestandteilen wie Aspartat, das Salz der Aminosäure
Asparagin, das zudem gut verträglich ist und zahlreiche Körperfunktionen
unterstützt.